Das Problem der ständigen Kiesablagerungen im Bachbett der Ortslage Niederlungwitz


Am 17. Juni 2009 veröffentlichte die Tageszeitung Freie Presse von Glauchau einen halbseitigen Artikel mit der Überschrift:

"Anwohner in Sorge wegen neuer Kiesbank

Binnen eines Jahres baut Lungwitzbach an alter Kulturhausbrücke Ufer neu - Zweifel an Geschiebefalle - Flussmeister: Bagger kommen bald"


"Aufgrund des geringen Gefälles kam es in der Vergangenheit zur ständigen Ablagerung von Geschiebe in Niederlungwitz. Dadurch wurde das Gewässerbett des Lungwitzbaches zunehmend eingeengt. So kam es bei Hochwasserereignissen zu Überschwemmungen.

Um eine Ablagerung der Sedimente innerhalb der Ortschaft zu verhindern und damit den Hochwasserschutz zu verbessern, wurde die Geschiebefalle gebaut. Dazu wurde der Lungwitzbach verlegt und ..."

Quelle: www.befreite-fluesse.de

Die Geschiebefalle wurde im Mai 2006 fertig gestellt.


Wurden die ungewohnt großen Mengen an Kies im Bachbett in der Ortslage in den Jahren 2007 und 2008 damit erklärt, dass dieses Sediment noch vom Hochwasser im Jahre 2002 stamme, kann nach inzwischen erfolgter Räumung dieses Argument nicht mehr gelten.

 

Sorge der Anwohner und Zweifel an der Funktion der Geschiebefalle sollten ernst genommen werden!

Die Funktion der Geschiebefalle ist unter Berücksichtigung der Erfahrungen der letzten Jahre sachkundig zu begutachten und entsprechende

schadensmindernde Maßnahmen sind zu ergreifen.

 

Da der Flusserlebnispfad überregional bekannt gemacht wird und ein 

Handbuch (1) Ufersicherung - Strukturverbesserung, Anwendung ingenieurbiologischer Bauweisen im Wasserbau

von Stanislaw Tillich, (ehemals Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft) herausgegeben wurde,

sollte der Zustand des Lungwitzbaches auch innerorts, bei den Anliegern, nicht vernachlässigt werden.

 

Sollten keine Maßnahmen ergriffen werden, zeigen die folgenden Bilder was die Niederlungwitzer erwarten könnte !!!


"Das ist eben Natur - heute hier, morgen dort."

(Zitat: Eberhard Jüngel, Betriebsleiter der Landestalsperrenverwaltung in Eibenstock in der Freien Presse von Glauchau am 17.06.2009)

folgende Bilder wurden im April 2009 am Lungwitzbach aufgenommen

neue Uferabbrüche

 

Kiesbänke oberhalb der Geschiebefalle

 

 

 

 

 

Kiesterassen größerer Körnung vor der Geschiebefalle

 

 

 

 

 

 

 

gefüllte Geschiebefalle

 

 

 

 

 

Kiesbänke nach der Geschiebefalle

 

 

 

 

 

 

 

 Kiesablagerungen in Höhe von ca. 50 cm im Bereich der Pegelmeßstelle

(dadurch Verfälschung des Pegelstandes und der Durchflußmenge 

bzw. ständige Anpassung der Berechnungsgrundlage)

 

 

 

 

am 29. Juni 2009 hat die Landestalsperrenverwaltung mit der Beräumung der Geschiebefalle 

und des Bachbettes in der Ortslage begonnen

 

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